Zucherros Abschied

"Hallo Zweibeiner,

ich bins wieder, der Zucherro :)
Seit Ende Februar 2017 habe ich jetzt ein neues zuhause. Ein ganz liebes Mädchen hat mich zu sich in ihre Herde geholt und ich fühle mich dort sehr sehr wohl. Alle sind lieb zu mir und die neuen Pferde mag ich auch richtig gern.
Natürlich war es sehr schwer und ich sehr traurig, meine Heimat, meine Menschen und vor allem meine kleine Laura zu verlassen. Aber ich bin mit einem weinenden und einem lachenden Auge gegangen und werde meinen Menschen am Reitverein Avalon niemals vergessen! Danke"

Die Rettung von zwei zum Tode verurteilter Fohlen

Zucherro erzählt Lauras und seine Geschichte:

 

"Hallo ihr Zweibeiner, 

 

wie ihr vielleicht mitbekommen habt, sind Laura und ich viel zu früh von unseren Mamas getrennt worden. Das war schrecklich, aber dieses Erlebnis hat Laura zu meiner Schwester gemacht.
Zum Glück wurden wir von ganz lieben Menschen gerettet und aufgenommen, die mit allem in ihrer Macht stehenden Mitteln um unsere kleinen Leben kämpften - das war gar nicht so einfach.
Meine kleine Freundin trauerte nämlich sehr um ihre Mama, wie ich auch, aber ich wollte ihr das nicht zeigen, da ich ja der stärkere bin. Naja zumindest war ich das äußerlich - ein bisschen mehr hatte ich damals auf den Rippen. Heute sieht das ein wenig anders aus, aber das ist ein späteres Thema.


Jeden Tag wurden wir mehrmals gefüttert, haben immer reichlich Heu und Gras bekommen, haben auf weichem Stroh geschlafen, dazu bekam die kleine Laura jede Stunde ihre Aufzuchtsmilch und ich bekam 4 mal am Tag Fohlenfutter. Nur viermal am Tag is ganz schön wenig, wenn man soooo ausgehungert ist, aber die Menschen haben  gemeint, dass noch mehr davon mir mehr schaden, als nutzen würde. Das habe ich ihnen dann einfach glauben müssen - was hatte ich denn für eine wahl. Aber sie haben natürlich recht behalten und die vier Portionen haben mir genügt.


Es tut uns natürlich leid, dass wir ihnen zu Beginn so viel Kummer bereitet haben, das wollten wir gar nicht, doch wir mussten noch soviel lernen, auch das es den Tierarzt gibt (den man zwar nicht mögen muss, aber dennoch lieb sein muss, obwohl so eine Spritze schon ganz schön weh tut. Aber auch da haben sie gesagt, es wird uns danach besser gehen. Und siehe da: Sie hatten recht!


Wir bekamen Vitamin E und D damit es uns besser ging.
Laura musste noch mehr ertragen als ich, denn sie hatte ein Loch am Kopf (neben dem Kieferknochen ) - Die arme Kleine! Ich konnte ihr in ihrem Leid nur zur Seite stehen, so weit es meine wackeligen Beine erlaubten. 

Unsere Menschen wussten nicht woher das Lock kam, doch es jmusste behoben werden. Es hieß, dass Laura sich dort, wo wir waren, den Kopf eingeklemmt hatte, aber zum Glück wurde sie erfolgreich behandelt.


Ja, es ist nicht billig für unsere Menschen, aber sie tun alles was sie können um uns zu helfen.
Mittlerweile bin ich ein frecher, starker und intelligenter Hengst, der ganz viel Unsinn im Kopf hat und sein Leben vor allem beim Toben auf dem Platz mit meinem Kumpel Nuk genießt. Das macht Spaß. Wenn mir jemand zusieht, dann hebe ich meinen Schwanz und stolziere in schönsten Gängen an ihnen vorbei - egal ob Stute oder Mensch. Die Menschen sagen, dabei sehe ich aus wie ein kleiner Araber - was das heißen soll, weiß ich aber nicht. Aber sie scheinen immer schwer beeindruckt von mir. Sie werden nur manchmal sauer, weil ich so gerne in alles hineinbeiße und darauf herum kaue. Das macht so Spaß. Ich weiß auch nicht, was für Probleme die Zweibeiner damit haben.

 

Laura geht es auch gut. Sie hat das Glück gehabt, dass Maddy - die hübsche weiße Stute - sie adoptiert hat. Sie behandelt Laura wie eine Tochter und bringt ihr alles bei. Das ist schön für sie. Für mich wäre das nichts.

Laura is mittlerweile schwerer und stärker als ich, aber das liegt natürlich nur an ihrer Rasse. Aber sehr hübsch ist sie geworden mit ihrem fuchsfarbenen Fell und der weißen Blesse!

 

Aber das wichtigste von allem: Wir sind gesund, munter und fit dank der Menschen, die uns gerettet haben.

 

So nun habe ich etwas über uns erzählt.
Ich muss euch noch sagen und es fällt mir sehr schwer darüber zu reden, ohne diese Menschen würden wir nicht mehr leben, denn wir sollten zum Schlachter obwohl wir ja erst zwischen 8-14 Wochen alt waren.

Aber nun dürfen wir leben.

 

Dafür möchten wir uns bei allen, die uns geholfen haben mit einem freudigem und mittlerweilen starken Wiehern bedanken! Danke, Danke, Danke
Wir sehen uns am Avalon Reitverein

 

Euer Zuccero mit seiner kleinen Laura

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